
Entwurf: Atelier n.4, Barbara Graupner, Flöha / 2017
In Stefan Heyms Geburtsstadt Chemnitz soll bis zum Jahr 2020 ein Stefan-Heym-Zentrum eingerichtet werden. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Herzstück soll die Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek sein, die etwa 2000 Bände aus dem Privatbesitz Heyms umfasst. Die Arbeitsbibliothek wird im Kulturkaufhaus Tietz, einem früheren Warenhaus im Herzen der Stadt, attraktiv öffentlich präsentiert und durch ein gläsernes Raum-in-Raum-System gesichert.
„Chemnitz erhält mit der Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek nicht nur einen Ort der Würdigung und des Gedenkens an einen der größten Söhne unserer Stadt“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Die Stadt erhält einen Raum der Zeitgeschichte, in dem Bürger, Schüler, Studierende, Wissenschaftler einen Einblick in das Leben und Wirken Stefan Heyms bekommen. Ich danke Inge Heym für diese wertvolle Schenkung und freue mich darauf, diese historischen Räume bald in Chemnitz sehen zu dürfen.“
Das Stefan-Heym-Zentrum soll Anlaufstelle für Forscherinnen und Forscher werden. Für die Umsetzung des Projekts arbeiten die Stadt und die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft mit der Technischen Universität Chemnitz zusammen.
Stefan Heym war ein Schriftsteller, ein Publizist, ein Mensch, der nie schwieg, der sich nicht rausgehalten hat, wenn die Demokratie auf dem Prüfstand stand. Auch wir tun das nicht.






Die Verlagsgruppe Random House, zu der Stefan Heyms Hausverlag C. Bertelsmann gehört, bringt mehrere Werke Heyms in neuen Taschenbuchausgaben heraus. Als erste Neuerscheinungen sind für diesen Monat seine Autobiografie Nachruf (1988) und sein Roman Ahasver (1981) angekündigt. Beide Bücher erscheinen im Penguin Verlag und sind auch als E-Book verfügbar. Ahasver ist zudem als Hörbuch zum Herunterladen erhältlich. Erscheinungstermin ist laut Verlag der 12. März. Die Bände kosten jeweils 12 Euro (Deutschland).


