Veranstaltungen

Die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft veranstaltet mit Kooperationspartnern Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Zeitzeugengespräche zu Leben und Werk Stefan Heyms. Veranstaltungsschwerpunkt ist zurzeit Heyms Geburtsstadt Chemnitz. Anfragen zu Gastveranstaltungen in Ihrer Nähe sind herzlich willkommen.


„Abschied und Ankunft“
Ein Film von Beate Kunath.

Matinee zur Premiere

Knapp 20 Jahre nach dem Tod Stefan Heyms übereignete seine Frau Inge Heym die über Jahrzehnte hinweg zusammengetragene Arbeitsbibliothek des Schriftstellers als Schenkung der Stadt Chemnitz. Im Originalmobiliar seines Arbeitszimmers wird sie seit Herbst 2020 als Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek im neu eingerichteten Stefan-Heym-Forum im Kulturzentrum Das Tietz präsentiert und steht dort der Forschung zur Verfügung. Die aus Chemnitz stammende Filmemacherin Beate Kunath hat Inge Heyms Vorbereitungen auf den Umzug der Bibliothek mit der Kamera begleitet. Ergänzt um Archivaufnahmen aus Interviews mit Stefan Heym ist dabei ein einfühlsames Doppelporträt entstanden, das überraschende neue Einblicke in Heyms Leben und literarisches Schaffen bietet.

Termin: Sonntag, 19. September 2021, 11 Uhr, Clubkino Siegmar, Zwickauer Straße 425, 09117 Chemnitz. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten-Vorbestellung unter Telefon 0371 851971.


„Ein solcher Lump gehört ausgeschaltet“
Der junge Stefan Heym im Visier Chemnitzer Nationalsozialisten 1931.

Kommentierte Lesung

Stefan Heym hat sich zeit seines Lebens in gesellschaftliche Debatten eingemischt und Stellung bezogen. Immer wieder war er deswegen politischer Verfolgung ausgesetzt – ob als linker Jugendlicher gegen Ende der Weimarer Republik, ob in den USA als Autor mit Sympathien für den Sozialismus oder später als oppositioneller Geist in der DDR. Das erste Mal in die Schlagzeilen geriet er vor 90 Jahren, im September 1931, in seiner Heimatstadt Chemnitz. Nationalsozialisten und rechte bürgerliche Kreise machten damals gegen den gerade 18-Jährigen öffentlich mobil. Dabei bedienten Sie sich auch antisemitischer Stereotype. Auslöser war ein von ihm verfasstes Gedicht gegen Auslandseinsätze deutscher Militärberater. Eine Spurensuche anhand zeitgenössischer Originaldokumente.

Eine Veranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz und der Stadtbibliothek Chemnitz im Rahmen der Tage der Jüdischen Kultur 2021.

Termin: Dienstag, 21. September 2021, 19 Uhr, Stefan-Heym-Forum, Das Tietz, Moritzstraße 20. Eintritt frei.


Die neue Stefan-Heym-Werkausgabe
Präsentation, Lesung und Gespräch

Anlässlich des bevorstehenden 20. Todestages von Stefan Heym macht der C. Bertelsmann Verlag die Werke des Weltbürgers und streitbaren Schriftstellers und Publizisten in einer 28-bändigen E-Book-Werkausgabe wieder vollständig zugänglich. Alle seine bisher auf Deutsch erschienenen Romane und Erzählungen, Märchen sowie ein Großteil seiner Gedichte, Reden, Zeitungsartikel, Aufsätze und Memoiren sind enthalten. Sie erscheinen bis Oktober 2021 und zeigen die Vielfalt von Stefan Heyms Schaffen. Als Abschlussband der Edition wird es zudem eine deutsche Erstausgabe geben, die auch als Printausgabe im Hardcover erscheinen wird: den 1944 unmittelbar vor der Invasion der Alliierten in der Normandie entstandenen Roman „Flammender Frieden“ („Of Smiling Peace“). Mitwirkende: Susanne Stein (Theater Chemnitz), Dirk Glodde (Theater Chemnitz), Linda Walz (C. Bertelsmann), Michael Müller (Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft).

Eine Veranstaltung des Verlags C. Bertelsmann und der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit den Städtischen Theatern Chemnitz und der Stadtbibliothek Chemnitz im Rahmen der Tage der Jüdischen Kultur 2021.

Termin: Mittwoch, 22. September 2021, 19 Uhr, Das Tietz, Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.


Einmischung: Stefan Heym als politischer Publizist
Lesung und Zeitzeugengespräch mit Heinfried Henniger

„Ich glaube, ich habe immer ein Doppelleben geführt, eins als Dichter und eins als Journalist“, sagte Stefan Heym über sich selbst. Seine Reden, Aufsätze und Interviews sind Spiegelbilder eines Lebens in dramatischen Zeiten. Heym redete und schrieb wie er lebte: unerschrocken, unangepasst, forsch, respektlos, Pathos nicht scheuend, temperamentvoll Veränderungen fordernd, kein Blatt vor den Mund nehmend, auf seine Würde achtend. Seine politische „Alltagsliteratur“ erscheint bis heute vielfach verblüffend aktuell. Als Lektor und Freund Stefan Heyms hat Heinfried Henniger (Jahrgang 1934) seit den 1980er-Jahren mehrere Auswahlbände mit Heyms Publizistik mit auf den Weg gebracht und editorisch betreut – auch undercover.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft und des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz.

Termin: Dienstag, 5. Oktober 2021, 19 Uhr, Neue Sächsische Galerie, Das Tietz, Moritzstraße 20. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.


Frauenfiguren in Stefan Heyms Roman „Der König David Bericht“
Kommentierte Lesung

Die Germanistin und Kunstpädagogin Dr. Ulrike Uhlig nähert sich Stefan Heyms Meisterroman „Der König David Bericht“ von ungewohnter Seite. Nicht die bekannten Vertreter der Macht, wie die Könige Salomon und David, oder der Historiker Ethan stehen im Mittelpunkt, sondern die starken Frauengestalten wie Ethans Frau Esther, seine Geliebte Lilith, die Königinmutter Bathseba oder Prinzessin Michal. Biografische Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans runden die Lesung ab.

Eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Chemnitz und der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft.

Termin: Mittwoch, 8. Dezember 2021, 19 Uhr. Stefan-Heym-Forum, Das Tietz, Moritzstraße 20. Entgelt: 6,80 Euro.


„Flammender Frieden“
Die deutsche Erstausgabe von Stefan Heyms frühem Roman „Of Smiling Peace“

Lesung

Stefan Heyms mitreißender Kriegsroman aus dem Jahr 1944 erschien zu Lebzeiten des Schriftstellers als einziger seiner Romane nur auf Englisch. Nun liegt das Buch erstmals auch auf Deutsch vor. Es stellt große moralische und philosophische Fragen, die nach wie vor aktuell sind: Wie weit darf man mit Faschisten Kompromisse schließen, wenn man Demokratie will? Wie viel Entscheidungsfähigkeit hat der Mensch? Ist es am Ende der Zufall, der alles lenkt, das Schicksal?

Eine Veranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft aus Anlass des 20. Todestages Stefan Heyms, der am 16. Dezember 2001 in Israel starb.

Termin: Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.