Ausstellung beleuchtet Geschichte der Familie Flieg

Die Sonderausstellung ist noch bis Juli zu sehen.

„Threads – Verflechtungen“ heißt der Titel einer Sonderausstellung über ehemals in Chemnitz beheimatete jüdische Familien, die derzeit im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (Smac) zu sehen ist. Sie setzt ihre Biografien zueinander in Beziehung und entdeckt verlorene Geschichten neu.

Eine der gut zwei Dutzend Stationen ist der Familie von Stefan Flieg gewidmet, einem Cousin von Stefan Heym. Stefan Flieg wurde 1929 in Chemnitz geboren. Sein Vater Karl Flieg und Heyms Vater Daniel Flieg leiteten das Familienunternehmen B. Eisenberg & Sohn, ein Textilbetrieb. Ende 1939 emigrierte Stefan Flieg mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Hans Günter (1923-2024) nach Brasilien. Dort lebt er bis heute.

Medienstation mit einem Film zur Geschichte der Familie Flieg.

Die Geschichte der Familie – von ihren Wurzeln in der heute zu Polen gehörenden Kleinstadt Schrimm bis zur Gegenwart – beleuchtet ein Kurzfilm, der auf einer Medienstation abgerufen werden kann. Auch Tonaufnahmen von Stefan und Hans Günter Flieg sind dort zu hören.

Die Ausstellung „Threads – Verflechtungen“ hat noch bis 26. Juli 2026 außer montags von 9 bis 17 Uhr (donnerstags bis 20 Uhr) geöffnet, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Nähere Informationen unter www.smac.sachsen.de. Am 28. Mai um 17 Uhr berichtet die Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Marlen Eckl über ihre biografischen Forschungen zu Hans Günter Flieg.

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