„An eine Zukunft glauben. Jüdische Biografien in der parlamentarischen Gründergeneration nach 1945 – eine dokumentarische Annäherung“, heißt eine Ausstellung, die noch bis 6. März in Berlin im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages zu sehen ist. Sie dokumentiert die vielfältigen, heute weitgehend vergessenen jüdischen Biografien in der Gründergeneration des Deutschen Bundestages. Die Ausstellung erinnert an die Schicksale von Abgeordneten, die als Jüdinnen und Juden oder wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden, und würdigt ihr Wirken in den kontroversen Debatten um deutsche Schuld und bleibende Verantwortung.
Stefan Heym ist eine dieser Persönlichkeiten. Er wurde 1994 als parteiloser Direktkandidat für die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) in Berlin-Prenzlauer Berg in den Deutschen Bundestag gewählt. Als Alterspräsident eröffnete der 81-Jährige mit einer viel beachteten Rede die erste Sitzung des Parlaments nach der Wahl. Im September 1995 legte Heym sein Mandat nieder.
Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Für Einzelbesucher ist eine Anmeldung spätestens zwei Werktage vor dem gewünschten Besuchstermin nötig.



