Weitere Inszenierung von Stefan Heyms „Der Große Hanussen“

Zeitgenössischer Pressebericht.

Nach der Uraufführung an der Württembergischen Landesbühne Esslingen im vergangenen Jahr ist Stefan Heyms Theaterstück The Great Hanussen an einem weiteren deutschen Theater zu sehen. Als zweite Bühne überhaupt zeigen die Städtischen Theater in Stefan Heyms Geburtsstadt Chemnitz das Stück aus dem Jahre 1941. Die Premiere ist am 28. Januar. Bis weit ins Frühjahr hinein sind eine Reihe weitere Aufführungen geplant.

Stefan Heym schrieb The Great Hanussen im New Yorker Exil. Das Stück entstand ein Jahr vor seinem Debütroman Hostages (dt. Der Fall Glasenapp), der ein Bestseller und umgehend in Hollywood verfilmt wurde. Es erzählt die Geschichte des Hellsehers Erik Jan Hanussen (1898-1933), der gegen Ende der Weimarer Republik ein Star des Varietés der Weltmetropole Berlin gewesen ist. Auch den Aufstieg Hitlers liest er in den Sternen und stellt sich stolz in den Dienst der großen Sache. Mit führenden Wirtschaftsbossen und Nazi-Größen ist Hanussen freundschaftlich verbunden, ein ranghoher SA-Führer schuldet ihm viel Geld. Auf einer Privat-Seánce sagt Hanussen vor erlesenem Publikum ein vernichtendes Feuer voraus. Zwei Tage später brennt der Berliner Reichstag, bald darauf ist Hanussen tot…

Termine: Der Große Hanussen. Premiere am 28. Januar (ausverkauft). Weitere Aufführungen: 9. Februar, 4., 5., 25. März. Karten und nähere Informationen hier.

Veranstaltungstipp: Eine Gesprächsrunde zu den Inszenierungen in Chemnitz und Esslingen und zu den historischen Hintergründen des Stücks veranstaltet die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft anlässlich des 90. Jahrestages der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 am Montag, 30. Januar (18 Uhr, Großer Saal des Kulturzentrums „Das Tietz“ in Chemnitz, Moritzstraße 20). Eingeladen sind Schauspieldirektor Carsten Knödler, Dramaturgin Stefanie Esser, Schauspieler Christian Schmidt und der für die Uraufführung verantwortliche Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen, Marcus Maria Grube. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, bis 18 Jahre frei.

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