Veranstaltungen

Die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft veranstaltet Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Zeitzeugengespräche zu Leben und Werk Stefan Heyms. Veranstaltungsschwerpunkt ist Heyms Geburtsstadt Chemnitz. Anfragen zu Gastveranstaltungen in Ihrer Nähe sind herzlich willkommen.


„Gehen oder bleiben? 70 – 40 – 30 Oktoberkinder“
Literarisches Programm

Szenische Lesung des Theaterprofils des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums Chemnitz zu 30 Jahren friedliche Revolution und Wiedervereinigung. Mit Texten von Bertolt Brecht, Christoph Hein, Stefan Heym und Steffen Mensching.

„Vor gut 70 Jahren wurden auf deutschem Boden zwei Staaten gegründet. Der eine, kleinere existierte 40 Jahre lang, dann – vor 30 Jahren – begann eine Revolution. Elf Monate und 25 Tage später beendete die DDR ihre Existenz und trat dem anderen Staat bei. Ihre Geschichte ist zu Ende, aber noch nicht zu Ende erzählt. Unsere Lesung ist ein kleiner Versuch…“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz, der Stadtbibliothek Chemnitz und dem Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz.

Termin: Dienstag, 21. Januar 2020, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.


„Westemigranten“
Vortrag und Lesung
mit Professor Mario Keßler, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

In dem Band Westemigranten. Deutsche Kommunisten zwischen USA-Exil und DDR (Böhlau-Verlag 2019) verfolgt Prof. Mario Keßler Spuren kommunistischer Exilanten in den Vereinigten Staaten, die nach dem Ende des Hitler-Regimes nach Deutschland zurückkehrten und in die DDR gingen. Er untersucht ihre Exil-Erfahrungen in der amerikanischen Gesellschaft ebenso wie ihre Lebensumstände im Osten Deutschlands nach 1945. Neben aktiven KPD-Mitgliedern werden auch prominente „Kommunisten ohne Parteibuch“ wie Bertolt Brecht, Hanns Eisler und Ernst Bloch einbezogen. Besonders ausführlich widmet sich Keßler Stefan Heym, der zwei Jahre nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland in die USA gegangen war. Nach einem Studium in Chicago und der redaktionellen Leitung einer antifaschistischen Wochenzeitung in New York begann dort mit dem Roman Hostages 1942 seine eigentliche literarische Karriere.

Prof. Dr. Mario Keßler unterrichtet Neuere und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam sowie an der Yeshiva University New York.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft und der Galerie Weise.

Termin: Mittwoch, 5.Februar 2020, 19 Uhr, Galerie Weise, Rosenhof 4, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.


„Frauenfiguren in Stefan Heyms König David Bericht
Kommentierte Lesung

Dr. Ulrike Uhlig nähert sich Stefan Heyms Meisterroman Der König David Bericht von ungewohnter Seite. Nicht die bekannten Vertreter der Macht, wie die Könige Salomon und David, oder der Historiker Ethan stehen im Mittelpunkt, sondern die starken Frauengestalten wie Ethans Frau Esther, seine Geliebte Lilith, die Königinmutter Bathseba oder Prinzessin Michal. Biografische Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans runden die Lesung ab.

Eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Chemnitz, der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, des Kulturbetriebes und der Stadtbibliothek Chemnitz im Rahmen der Literaturtage „Leselust“.

Termin: Mittwoch, 25. März 2020, 18.45 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt: 6,80 Euro. Anmeldung unterr www.vhs-chemnitz.de oder Telefon 0371 / 488 4343.


Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz
Festakt

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wird 2020 an die kroatische Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulić und den schwedischen Autor und Journalisten Richard Swartz verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt das Kuratorium das langjährige literarische und publizistische Schaffen des verheirateten Autorenpaares.

Eine Veranstaltung der Stadt Chemnitz.

Termin: Freitag, 3. April 2020, Schauspielhaus, Zieschestraße 28, 09111 Chemnitz.


Internationaler Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz
Lesung der Preisträger

Mit Slavenka Drakulić und Richard Swartz.

Eine Veranstaltung der Stadt Chemnitz.

Termin: Samstag, 4. April 2020, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.


„Ein Leben ist zu wenig“
Lesung und Gespräch mit Gregor Gysi

Gregor Gysi hat linkes Denken in Deutschland wesentlich geprägt und hat es wieder gesellschaftsfähig gemacht. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht. Es erzählt von Gysis zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören. Das Gespräch über Buch und Leben moderiert der Berliner Journalist Hans-Dieter Schütt.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft mit der Stadtbibliothek Chemnitz und dem Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz im Rahmen der Literaturtage „Leselust“.

Termin: Mittwoch, 15. April 2020, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kartenreservierungen unter info[at]stefan-heym-gesellschaft.de oder Telefon 0371-488 4117.


Rückkehr in Uniform: Stefan Heym im zerstörten Chemnitz 1945 Kommentierte Lesung

Wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkrieges machte sich Stefan Heym als in Deutschland stationierter Unteroffizier der amerikanischen Streitkräfte auf eigene Faust auf den Weg in seine schwer zerstörte Geburtsstadt Chemnitz. Es war sein erstes Wiedersehen mit der Stadt seit seiner Flucht vor den Nationalsozialisten im März 1933. Während des nur wenige Stunden währenden Aufenthalts begab Heym sich an wichtige Orte seiner Jugend und Kindheit, suchte nach dem Grab seines Vaters und traf sich mit Offizieren der sowjetischen Kommandantur. Dabei entstand eine Reihe eindruckvoller Fotografien, die sich in Stefan Heyms Nachlass erhalten haben und die hier erstmals vollständig vorgestellt werden.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (smac) und des Chemnitzer Geschichtsvereins.

Termin: Donnerstag, 7. Mai 2020, 18 Uhr, Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac), Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz. Eintritt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.


Stefan Heyms Roman Schwarzenberg – Eine biografische Spurensuche
Vortrag und Lesung

Stefan Heym erlebte das Kriegsende 1945 und die Monate danach als Sergeant der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland – seinem einstigen Heimatland, das er als junger Mann 1933 auf der Flucht vor den Nazis hatte verlassen müssen. In einer kommentierten Lesung gehen Mitglieder der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft der Frage nach, inwieweit sich in seinem in dieser Zeit angesiedelten Roman Schwarzenberg autobiografische Spuren finden lassen. Sie verorten den Roman in Heyms Gesamtschaffen und zeigen kaum bekannte Fotografien aus seinen Jahren in Uniform, die sich im Nachlass des Schriftstellers erhalten haben.

Eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Schwarzenberg und der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft.

Termin: Montag, 18. Mai 2020, 18.30 Uhr, Schloss Schwarzenberg, Obere Schloßstraße 36, 08340 Schwarzenberg. Eintritt frei.


Stalin verlässt den Raum: Stefan Heyms Publizistik
Zeitzeugengespräch mit Heinfried Henniger

„Ich glaube, ich habe immer ein Doppelleben geführt, eins als Dichter und eins als Journalist“, sagte Stefan Heym über sich selbst. Seine Reden, Aufsätze, Interviews sind Spiegelbilder eines Lebens in dramatischen Zeiten. Heym redete und schrieb wie er lebte: unerschrocken unangepasst, forsch, respektlos, Pathos nicht scheuend, temperamentvoll Veränderungen fordernd, kein Blatt vor den Mund nehmend, auf seine Würde achtend. Seine politische „Alltagsliteratur“ erscheint bis heute vielfach verblüffend aktuell.

Als Lektor und Freund Stefan Heyms hat Heinfried Henniger seit den 1980er-Jahren mehrere Auswahlbände mit Heyms Publizistik mit auf den Weg gebracht und editorisch betreut.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft mit dem Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz.

Termin: Montag, 9. November 2020, 19 Uhr, Das Tietz, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.


Junge Heym-Forschung
Studierende präsentieren Abschlussarbeiten zu Stefan Heym

Das umfangreiche schriftstellerische und essayistische Werk Stefan Heyms gehört an der Technischen Universität Chemnitz seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der akademischen Lehre. Dabei sollen Studierende nicht nur mit Heyms Werk vertraut gemacht, sondern auch zu selbstständiger, aktiver Forschung angeregt werden. Umgekehrt ist es den jungen Forscherinnen und Forschern ein Anliegen, die Chemnitzerinnen und Chemnitzer an ihren Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Von Narrenfiguren in Heyms literarischem Werk bis zu seinem dichterischem Selbstverständnis – allgemeinverständlich, lebendig und versehen mit einem Schuss Unterhaltung präsentiert, wollen Sie mit allen, die Lust auf Heym haben, ins Gespräch kommen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft mit der Technischen Universität Chemnitz und dem Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz.

Termin: Dienstag, 24. November 2020, 19 Uhr, Das Tietz, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.