Konferenzen

Konferenz 2013: Der Jahrhundertzeuge

Anlässlich des 100. Geburtstages von Stefan Heym veranstaltete die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft am 11. und 12. April 2013 in Zusammenarbeit mit der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz erneut eine wissenschaftliche Tagung in Chemnitz. Ihr Thema lautete „Der Jahrhundertzeuge – Geschichtsschreibung und Geschichtsentwürfe im Werk von Stefan Heym.“ Schirmherr der Konferenz war der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer.

Namhafte Referenten der Literaturwissenschaft und Vertreter der Heym-Forschung aus dem In- und Ausland nahmen als Referenten teil:

  • Prof. Dr. Wolfgang Emmerich (Bremen): Warum ausgerechnet das Alte Testament? Zu Heyms „König David Bericht“
  • Dr. John Heath (Wien): Der Weltgeschichte Streiche spielen: Geschichtsschreibung der Sieger oder Geschichtsschreibung als Sieg?
  • PD Dr. Silke Horstkotte (Tübingen): Geschichte als Mythos: „Der König David Bericht“ und „Ahasver“
  • Prof. Dr. Dr. Peter Hutchinson (Cambridge): Der politische Historiograph in der Werkstatt: Stefan Heym und die Entstehung des „König David Berichts“
  • Prof. Dr. Herbert Krämer (Trondheim):  Die „Wahrheit“ über den 17. Juni oder Geschichtsklitterung? Zur Rezeption und Kritik von Heyms Roman
  • Dr. Fabian Lampart (Freiburg): Entwürfe, Möglichkeiten, Alternativen. Zum Reflexionspotenzial literarischer Geschichtsdarstellungen
  • Prof. Dr. Bernadette Malinowski (Chemnitz): Der Narr als Figuration des Utopischen
  • Dr. Burkhard Müller (Chemnitz): Stefan Heyms Erzählungen „Auf Sand gebaut“
  • Michael Müller (Chemnitz): Der Fall Flieg und die Öffentlichkeit. Anmerkungen zu Stefan Heyms Gedicht „Exportgeschäft“ (1931)
  • PD Dr. Michael Ostheimer (Chemnitz): Utopischer Chronotopos Republik Schwarzenberg bei Stefan Heym und Volker Braun
  • Prof. Dr. Dieter Schiller (Berlin): Briefe aus Amerika. Zum Briefwechsel Stefan Heyms mit der Moskauer Zeitschrift Das Wort
  • Prof. Dr. Marion Schmaus (Marburg): Stefan Heyms Märchen. Eine alternative Form der Geschichtsschreibung
  • Prof. Dr. Jörg Wesche (Duisburg-Essen): DDR-Geschichte als Krankengeschichte

Umrahmt wurde die Konferenz von einem Begleitprogramm, das Heyms Leben und Werk einem breiten Publikum nahe bringen sollte. Unter anderem fanden folgende Veranstaltungen statt:

  • 7. April: „Schwarzenberg“ Film-Matinee in zwei Teilen (11 Uhr, Kulturzentrum Weltecho)
  • 9. April: „Stefan Heym: Geschichten aus der Wendezeit“ Literarisch-musikalisches Programm mit Annekathrin Bürger und dem Pianisten Fred Symann (19 Uhr, Villa Esche)
  • 10. April: Namensgebung Stefan-Heym-Platz am künftigen Landesarchäologiemuseum
  • 13. April: „The First Thought – Der erste Gedanke“ (19 Uhr, Schauspielhaus)
  • 27. April: Exkursion nach Schwarzenberg (Abfahrt 9 Uhr ab Chemnitz)

Unterstützt wurde die Konferenz von Stefan Heyms Geburtsstadt Chemnitz. Sie vergab am 10. April 2013 zum dritten Mal den Internationalen Stefan-Heym-Preis. Preisträger 2013 ist der Schriftsteller Christoph Hein.

Die Auftaktveranstaltung am 9. April mit Annekathrin Bürger in der Villa Esche fand mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Chemnitz statt.

 

Konferenz 2011: Von Chemnitz in die Welt

FlyerIm zehnten Jahr seit dem Tod Stefan Heyms beschäftigte sich erstmals eine wissenschaftliche Konferenz mit Aspekten seines Lebens und Werkes. Die Tagung fand unter der Schirmherrschaft des Journalisten und früheren Intendanten des Westdeutschen Rundfunks Fritz Pleitgen vom 1. bis 3. Juli 2011 in Chemnitz statt. Die für alle Interessierten offene Konferenz sollte dazu dienen, die Beschäftigung mit Stefan Heyms Leben und Werk lebendig zu halten und neu anzuregen. Begleitet wurde die Konferenz von einem facettenreichen Rahmenprogramm, um Heyms literarisches Schaffen und publizistisches Wirken einem breiten Publikum näher zu bringen.

Referenten und Themen:

  • Prof. Dr. Dr. Peter Hutchinson, Cambridge: Die Spuren von Chemnitz in Heyms Romanen und in seiner Publizistik
  • Dr. John Heath, Wien: „Große Umbrüche“ – Eine stilistische Wasserscheide
  • Prof. Dr. Cecile Sandten, Chemnitz: Stefan Heyms Exil-Romane (Präsentation),
  • Prof. Dr. Wolfgang Emmerich, Bremen: Höflinge, Narren, Chronisten, Propheten – Schriftsteller als literarische Figuren bei Stefan Heym und anderen DDR-Autoren
  • Dr. Igor Khramow, Orenburg: Rezeption des literarischen Werks Stefan Heyms in Russland
  • Christian Staufenbiel, Cambridge: Der Stefan-Heym-Nachlass in der Universitätsbibliothek Cambridge
  • Inge Heym, Berlin: „Ich aber ging über die Grenze“ – Frühe Gedichte Stefan Heyms.

Das gesamte Programm einschließlich Begleit- und Rahmenprogramm als PDF.

Doku Heym-Konferenz 2011

Die wichtigsten Beiträge der Konferenz sowie das Grußwort des Schirmherrn der Tagung, Fritz Pleitgen, sind in einem Tagungsband dokumentiert. Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft bestellt werden.

„Die Tagung fragt nach Methoden, Modellen und Perspektiven von Stefan Heyms Geschichtsdarstellungen. Es soll grundsätzlich darum gehen, Heyms Geschichtsdenken und seine literarischen Repräsentationen von Vergangenheit zu positionieren: zwischen Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein, zwischen autobiografischer Erinnerung und den Erinnerungskulturen, zwischen historiographischer und utopischer Deutungsmacht.“
Rahmenprogramm der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft
Im Umfeld der Konferenz hat die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft ein umfangreiches und vielfältiges Rahmenprogramm für alle literaturinteressierten Chemnitzerinnen und Chemnitzer geplant und vorbereitet. Der Schwerpunkt wird im April, dem Geburtsmonat Stefan Heyms, liegen. Lesungen, Theateraufführungen, eine Ausstellung, literarische Stadtrundgänge, ein Literaturwettbewerb, Filmvorführungen und vieles mehr rücken Stefan Heym in den Blickpunkt. „Die Veranstaltungen sollen an eine Schriftsteller-Persönlichkeit erinnern, die zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts gehört. Unser Anliegen ist es, sowohl den erklärten Heym-Fans Interessantes zu bieten als auch neue Leser zu begeistern“, sagt Dr. Ulrike Uhlig, die Vorstandsvorsitzende der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft. Besonderer Programmhöhepunkt ist eine Exkursion nach Schwarzenberg, bei der die Teilnehmer auf Heyms Spuren wandeln, die er in seinem Roman „Schwarzenberg“ gelegt hat. „Besonders am Herzen liegt uns zudem der Literaturwettbewerb, der vom Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium initiiert wird, weil wir dort eine ganz junge Leserschaft mit dabei haben.“

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