Konferenzen

Stefan Heym – Heiterkeit, Witz und Ironie
Musikalisch-literarisches Programm

Die international renommierte Violinistin Liv Heym gastiert erstmals in der Geburtsstadt ihres Großvaters Stefan Heym. Die in Paris lebende Musikerin hat sich sowohl der zeitgenössischen als auch der Barockmusik verschrieben. Auftritte mit Kammerensembles führen sie regelmäßig quer durch Europa, wiederholt gastierte sie auch in den USA und Kanada. Bei ihrem Gastspiel in Chemnitz präsentiert die mehrfache Wettbewerbspreisträgerin Werke unter anderen von Thomas Baltzar, Johann Sebastian Bach und Bela Bartók. Die Schauspielerin Claudia Acker und der Germanist Dr. Christoph Grube lesen dazu aus den vergnüglichen Kurzgeschichten „Immer sind die Weiber weg“ und „Immer sind die Männer schuld“, die Stefan Heym einst für seine Frau Inge schrieb.

Eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Chemnitz, Internationaler Stefan-Heym-Gesellschaft, dem Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz und der Stadtbibliothek Chemnitz.

Termin: Montag, 13. Mai 2019, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.


Eine 150-Jährige erzählt…
Szenische Lesung

Das heutige Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz blickt auf 150 Jahre Schulgeschichte zurück. Aus diesem Anlass gestaltet die Schultheatergruppe „Die Anderen“ eine szenische Lesung, die an berühmte Schüler des einstigen Königlichen bzw. Staatsgymnasiums wie Stefan Heym und Karl-Schmidt-Rottluff erinnert, aber auch großer Lehrerpersönlichkeiten wie Luise Marie Pleißner gedenkt.

Eine Kooperationsveranstaltung des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums, der Stadtbibliothek Chemnitz, der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft und des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz.

Termin: Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.


Stefan Heym: „Reden an den Feind“
Kommentierte Lesung

Als einer der ersten und einer der jüngsten verfolgten Autoren musste Stefan Heym 1933 schon wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen. Erst zwölf Jahre später kehrte er zurück – als Soldat der US-Armee. Auch in Uniform war Heyms schärfste Waffe das Wort. Seine auf Flugblättern und übers Radio verbreiteten Texte sollten dazu beitragen, Einheiten der Wehrmacht und die deutsche Zivilbevölkerung für ein rasches Ende des Weltkrieges zu gewinnen sowie unnötiges Blutvergießen zu vermeiden. Stefan Heyms Weg führte 1944/45 von der Normandie über Luxemburg bis in seine völlig zerstörte Geburtsstadt Chemnitz. Viele prägende Erfahrungen und Erlebnisse aus dieser Zeit fanden Eingang in sein späteres literarisches Schaffen.

Eine Kooperationsveranstaltung des Bürgerhauses „All in“, der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft und des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz.

Termin: Mittwoch, 18. September, 19 Uhr, Bürgerhaus „All in“, Rosenhof 14, 09111 Chemnitz. Eintritt frei.


Stefan Heym: „Die Menschheit kann nur in Solidarität überleben“
Zeitzeugengespräch

Der Auftritt ging in die deutsche Parlamentsgeschichte ein. Vor 25 Jahren, im Herbst 1994, eröffnete Stefan Heym mit einer viel beachteten Rede als Alterspräsident den 13. Deutschen Bundestag. Entgegen aller Gepflogenheiten im Hohen Haus, zeigten sich Teile der Abgeordneten demonstrativ desinteressiert, würdigten den 81-Jährigen kaum eines Blickes. Fünf Jahre nach dem Mauerfall hatte der Schriftsteller als Parteiloser ein Direktmandat für die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) errungen; seine Kandidatur war vielfach auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen. Mit ihren Warnungen vor einer Spaltung der Gesellschaft, ihrem Appell an die Vernunft und dem Aufruf zur Solidarität erweist sich Stefan Heyms damalige Rede unterdessen auch heute als hochaktuell.

Mit Fritz Pleitgen, langjähriger Journalist und WDR-Intendant, Heidemarie Lüth, früheres Mitglied des Deutschen Bundestages und Kulturbürgermeisterin a. D., und anderen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Internationalen Stefan-Heym- Gesellschaft, des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz und der Stadtbibliothek Chemnitz.

Termin: 4. November 2019, 19 Uhr, Das Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.


Frauenfiguren im „König David Bericht“
Kommentierte Lesung

Dr. Ulrike Uhlig, Germanistin und Vorstandsvorsitzende der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, nähert sich Stefan Heyms Meisterroman „Der König David Bericht“ von ungewohnter Seite. Nicht die bekannten Vertreter der Macht, wie die Könige Salomon und David, oder der Historiker Ethan stehen im Mittelpunkt, sondern die starken Frauengestalten wie Ethans Frau Esther, seine Geliebte Lilith, die Königinmutter Bathseba oder Prinzessin Michal. Biografische Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans runden die Lesung ab.

Eine Kooperationsveranstaltung des Vereins akCente/Frauenzentrum Lila Villa, der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft und des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz.

Termin: Dienstag, 12. November, 19.30 Uhr, Frauenzentrum „Lila Villa”, Kaßbergstraße 22, 09112 Chemnitz. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.