Zum Tod von Ursula Karusseit (1939-2019)

Ursula Karusseit bei einer Lesung zur Eröffnung der Internationalen Stefan-Heym-Konferenz 2011. Foto: Uwe Hastreiter

Die nächsten Lesungen aus Stefan Heyms heiteren Geschichten waren bereits terminiert, doch sie werden nicht mehr stattfinden: Mit dem Tod der Schauspielerin Ursula Karusseit am 1. Februar verliert die Literatur- und Kleinkunstszene eine Persönlichkeit, die sich über Jahre hinweg große Verdienste auch um die Vermittlung von Stefan Heyms Texten aus den Bänden „Immer sind die Weiber weg“ und „Immer sind die Männer schuld“ erworben hat. Musikalisch begleitet vom Trio Scho und dem Akkordeonisten Tobias Morgenstern, war die unter anderem aus der Fernsehserie „In aller Freundschaft“ bekannte Schauspielerin bis zuletzt in etlichen deutschen Städten zu Gast. Zur ersten Internationalen Stefan-Heym-Konferenz 2011 in Heyms Geburtsstadt Chemnitz gestalteten Karusseit und Morgenstern das Auftaktprogramm. Wie es zu ihrem Heym-Programm kam, hat sie in einem Memoirenband „Zugabe“ festgehalten, der im März dieses Jahres im Verlag Neues Leben erscheinen wird. „Stefan Heym ist ein ernsthafter Mensch, aber er hat viele komische Werke geschrieben“, heißt es dort. „Wenn man diese lustigen Texte nicht liest, wird man ihm nicht gerecht.“

Eine Leseprobe aus dem im März erscheinenden Band mit Gedanken Ursula Karusseits über ihr Stefan-Heym-Programm findet sich hier.

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