Über Heinrich Heine: Stefan Heyms letzte Rede

Der Katalog zur Heine-Konferenz in Jerusalem, bei der Stefan Heym im Dezember 2001 seine letzte Rede hielt. Quelle: Verlag Hoffmann & Campe

Der Tagungsband zur Heine-Konferenz in Jerusalem, auf der Stefan Heym im Dezember 2001 seine letzte Rede hielt. Quelle: Verlag Hoffmann & Campe

Mit einer Veranstaltung zu Stefan Heyms letzter Rede, gehalten wenige Tage vor seinem Tod im Dezember 2001 in Israel, beginnt am 10. März das Begleitprogramm zur Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises 2017. Den mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreis erhält in diesem Jahr die polnische Schriftstellerin Joanna Bator. Die feierliche Preisverleihung ist für Anfang April in Stefan Heyms Geburtsstadt Chemnitz vorgesehen.

Die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Partnern ein facettenreiches Begleitprogramm mit Lesungen, Programmen und Führungen vorbereitet. Den Auftakt gestalten die Violinistin Barbara Sadowski und der Filmkomponist Peter Gotthardt mit einem besonderen literarisch-musikalischen Abend zu Stefan Heyms Rede über Heinrich Heine, die er auf der internationalen Konferenz „Heinrich Heine in Jerusalem“ hielt.

Stefan Heym fühlte sich Heine ein Leben lang verbunden. Ob als Student im amerikanischen Exil, als anerkannter Schriftsteller in den 1950er-Jahren oder auch im hohen Alter noch – immer wieder setzte er sich mit Heine und seinen Schriften auseinander. „Ich hatte ihn immer geliebt“, sagte er einmal, „und wenn einer mir Vorbild gewesen war, dann er.“ Auch dies ein Grund, warum Heym – bereits hochbetagt – nur wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Reise nach Israel auf sich genommen hatte. Seine Rede auf der Konferenz in Jerusalem ist auf Tonband erhalten geblieben. Mehrere Auszüge werden am 10. März zu hören sein.

Termin: Freitag, 10. März, 19 Uhr, Kulturzentrum Tietz (Veranstaltungssaal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro. Das komplette Begleitprogramm finden Sie hier.

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