Szenische Lesung „Der unbekannte Heym“

Foto: Dieter Wuschanski, Theater Chemnitz.

Schauspielhaus Chemnitz. Foto: Dieter Wuschanski, Theater Chemnitz.

Wenig bekannte oder gar in Vergessenheit geratene Texte Stefan Heyms aus acht Jahrzehnten präsentiert eine szenische Lesung „Der unbekannte Heym“, die am Abend des 5. November im Schauspielhaus seiner Geburtsstadt Chemnitz erstmals zu erleben sein wird. Ensemblemitglieder des Theaters und Mitglieder der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft suchen dabei vor allem nach Zwischentönen und nach poetischen Reflexionen Heyms, welche große Linien aus seiner Lebenszeit ins Heute erkennen lassen. Seine Biografie, sein Gang durchs vergangene bis ins 21. Jahrhundert ermöglicht diesen weiten Atem jenseits chaotischen Tagesgeschehens. Mit der Lesung knüpfen die Organisatoren an eine ähnliche, seinerzeit restlos ausverkaufte Veranstaltung anlässlich des Jubiläums „25 Jahre friedliche Revolution in der DDR“ im Herbst 2014 an, die stärker dem sensiblen politischen Mahner Heym gewidmet war.

„Der unbekannte Heym“ bildet den Abschluss des Begleitprogramms zur Verleihung des diesjährigen Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz. Mit der mit 20.000 Euro dotierten Auszeichnung wurde im Frühjahr die polnische Schriftstellerin Joanna Bator geehrt. Weitere 20.000 Euro stehen als Förderpreise bereit für Projekte und Initiativen in den Bereichen Forschung und Nachlasspflege, für Stipendien und zur Unterstützung von Schülerprojekten, die sich in besonderer Weise mit dem Leben und Werk Stefan Heyms beschäftigen. Die Förderpreise werden unmittelbar vor der Lesung am 5. November vergeben.

Termin: Sonntag, 5. November. Die Lesung beginnt um 19 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz (Kleine Bühne), Zieschestraße 28. Der Eintritt ist frei.

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