Die Sparkasse Schwarzenberg in unbesetzter Zeit 1945

SchwarzenbergDie Arbeit der Kreisspar- und Girokasse Schwarzenberg zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 ist Thema einer Sonderausstellung, die zum internationalen Museumstag am 21. Mai im Beratungscenter der Erzgebirgssparkasse in Schwarzenberg (Sachsen) zu sehen ist. Sie widmet sich jenen sechs Wochen, in denen die Kleinstadt und ihre Umgebung nach Kriegsende am 8. Mai unbesetzt blieben. Das historische Zwischenspiel diente Stefan Heym in den 1980er-Jahren als Grundlage für seinen Roman „Schwarzenberg“ (Foto). In ihm entwickelte er die Utopie einer „Freien Republik Schwarzenberg“, die es in Wirklichkeit aber niemals gab.

In der Sonderschau sind unter anderem Einzahlungsbelege und Grundbuchauszüge, Rechnungen und Sparbucheinträge zu sehen. Sie dokumentieren, wie der banale Alltag bei der Sparkasse zunächst scheinbar unbeeindruckt vom allgemeinen Zusammenbruch und dem ausbleibenden Einmarsch alliierter Truppen weiterging. So fungierte der amtierende Landrat Friedrich Hänichen bis zu seiner Entlassung im Juli 1945 weiterhin als Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrates.

Termin: Sonntag, 21. Mai, 13.30 bis 17 Uhr, Erzgebirgssparkasse Schwarzenberg, Grünhainer Straße 10, 08340 Schwarzenberg. Eintritt frei.

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